Posted on

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!

Am Montag wurde erfreulicherweise bekannt gegeben, dass der Präsenzunterricht für alle Volksschulkinder ab 08.02.2021 wieder starten kann.

Hierzu habe ich nun heute einige Informationen erhalten, die ich Ihnen somit weitergeben möchte. Wie Sie sicherlich in den Medien gehört haben, ist die Teilnahme am Präsenzunterricht an die Bedingung des Selbsttests geknüpft. Diese Antigentests in Form eines minimalen Nasenabstrichs (der durch das Kind selbst durchgeführt wird) wird von nun an jeweils am Montag als auch am Mittwoch in der Schule vorgenommen. Ziel dieser engmaschigen Kontrolle ist, die schnelle Reaktionsmöglichkeit im Falle von positiven Testungsergebnissen an den Schulstandorten zu gewährleisten.

Ich habe hierzu an unserem Standort in der Probephasenzeit, in der schon ein Test stattgefunden hat, erkannt, dass es zu unterschiedlichen Auffassungen in Bezug auf die Sinnhaftigkeit dieser Testungen gekommen ist. Es ist gesellschaftlich legitim, dass es unterschiedliche Meinungen zu bestimmten Themen gibt. Gerade in der Pandemiezeit hat man dies deutlich gesehen. Ich möchte aber dringend darauf hinweisen, dass wir als Schule bzw. ich als Schulleitung des Standortes verpflichtet sind, die gesetzlichen Aufforderungen einzuhalten. Was in diesem Falle bedeutet, dass wir Kinder, die NICHT das Einverständnis Ihrer Eltern haben, an diesen Selbsttests teilzunehmen, leider nicht zum Schulbesuch zulassen dürfen. Bedeutet konkret, wenn Sie Ihr Einverständnis nicht geben möchten, müssen Sie Ihr Kind weiterhin im Homeschooling belassen.

Da ich seit Bekanntwerden der Testbedingung bereits viele Mails erhalten habe, die mir rückmelden, dass offenbar teilweise große Sorge besteht, die Kinder könnten diese Testsituation als unangenehm oder sogar „unmenschlich“ empfinden, möchte ich Ihnen auch meine persönlichen Worte hierzu übermitteln.

Ich habe gerade in der Pandemiezeit in der Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Schulpartner/innen und uns als Schulstandort immer großes Vertrauen und gutes Einvernehmen verspürt. Gemeinsam haben wir nun bald ein Jahr hinter uns, das wir alle sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Auf dieses große Vertrauen möchte ich jetzt bauen und an Sie appellieren, Ihren Klassenlehrer/innen die Chance zu geben, die Kinder in einem Ihnen vertrauten Rahmen der Klassengemeinschaft mit dieser neuen gemeinschaftlichen Testsituation bekannt zu machen. Viele Kinder haben den Nasentest zu Hause schon einmal probiert und uns rückgemeldet, dass es gar nicht unangenehm war und schnell und unkompliziert erledigt ist. Nun sind meine Lehrkräfte aufgefordert, Ihre bisherige Rolle einzunehmen und Ihr Kind bei diesem Test zu begleiten. Sollte es in einer Klasse zu einem positiven Ergebnis kommen, werden selbstverständlich sofort die Eltern benachrichtigt, da jene dann die Hotline 1450 zur weiteren Abklärung kontaktieren müssen. Prinzipiell hat Hr. BM Faßmann bekannt gegeben, dass besorgte Eltern beim ersten Test dabei sein dürfen. Hier sehe ich aus Sicht der Standortverantwortlichen etwaige Probleme in der Organisation und der räumlichen Ressourcen. Bitte vertrauen Sie daher darauf, dass wir für Ihre Kinder am Standort eine gemeinschaftlich motivierende Situation schaffen werden. Sie werden sehen, Ihr Kind wird den Test im Klassenverband sicherlich gut meistern und auch Sie können es dann beruhigt täglich in die Schule schicken.

Da dem Test ein Einverständnis Ihrerseits zu Grunde liegt, sende ich anbei auch die Einverständniserklärung an Sie. Da es vielleicht nicht für alle Elternteile möglich ist, dieses zu Hause auszudrucken und die Kinder jene bestenfalls bereits am 08.02. 2021. in die Schule mitbringen sollen, hat Hr. Minister Faßmann den 08.02. 2021 als „Übergangstag“ erklärt. Dies bedeutet, dass die Kinder, die das Einverständnis aus organisatorischen Gründen nicht mitbringen konnten, jenes in der Schule erhalten. Der Schulbesuch für diese Kinder ist an diesem Tag trotzdem – ABER mit Maskenpflicht im Unterricht – gestattet.

Am 09.02.2021 MUSS das Einverständnis aber gebracht werden – sonst ist ab dann auch für diese Kinder der weitere Schulbesuch nicht gestattet.

Für alle Kinder, deren Eltern wie oben geschrieben gar nicht getestet werden dürfen, gilt weiterhin Homeschooling-Betrieb. Diese Kinder dürfen auch NICHT am Standort betreut werden. Diese Schüler/innen erhalten selbstverständlich die Arbeitsaufträge aber keine weitere pädagogische Begleitung, da jene auf Grund der Unterrichtstätigkeit Ihrer Lehrkraft im Präsenzunterricht parallel nicht möglich ist.

Ich hoffe nun auch den Eltern, die aktuell noch verunsichert waren, mit meinen Zeilen die Sicherheit gegeben zu haben, dass wir Ihre Kinder gut durch die kommenden Schulwochen geleiten werden und sende

herzliche Grüße

Nina Schenk
Schulleitung

Einverständniserklärung für die selbständige, regelmäßige Durchführung von COVID-19-Schnelltests an der Schule (siehe Download)

Elternbrief des Herrn Bundesministers für Schüler/innen der Volksschulen zum Schulbetrieb nach den Semesterferien